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Manfred von ardenne  

  • Einleitung
  • 1955-1990: Neue Heimat Dresden
  • 1907: Geburt und Herkunft
  • Der private Manfred von Ardenne
  • 1907-1928: Kindheit und Jugend
  • Manfred von Ardenne als Visionär
  • 1928-1945: Berliner Jahre
  • Erbe und Vermächtnis
  • 1945-1955: Das Forschungsinstitut bei Suchumi
  • Naturwissenschaftliche Entdeckungen und Erfindungen
Profil
VON ARDENNE weltweit
Unternehmensgeschichte
Manfred von Ardenne
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  • 1955-1990 Neue Heimat Dresden

    Nach seiner zehnjährigen Internierung in der Sowjetunion entscheidet sich Manfred von Ardenne für ein Leben im sozialistischen Teil Deutschlands. 1997 erklärt er rückblickend in seiner Biographie, dass er mit dieser Wahl verhinderte, das noch aus dem Lichterfelder Laboratorium stammende Inventar aufgeben zu müssen. Dieses hatte im Hinblick auf seine zukünftigen Forschungsarbeiten höchste Priorität.
    Aber auch die Erinnerungen an die Schreckensherrschaft des NS-Regimes und eine dadurch resultierende Hoffnung auf eine Mitgestaltung des noch jungen Sozialismus spielen bei der Entscheidungsfindung eine wesentliche Rolle.

    Der Neuanfang in der DDR wird von Ardenne durch eine Reihe von Zugeständnissen und Privilegien seitens führender Politiker erleichtert, die sich von der Entscheidung des Wissenschaftlers einen internationalen Imagegewinn versprechen. Der Forscher wählt Dresden als neuen Heimatort für sich und seine Familie sowie als neuen Institutsstandort aus. Schon 1951 beginnen aus der Internierung heraus die Planungen und er beauftragt seinen in West-Berlin lebenden Schwager Otto Hartmann mit der Suche nach geeigneten Immobilien. Dieser wiederum engagiert den Zwickauer Ingenieur Johannes Richter, der zwei attraktive Grundstücke im Dresdner Stadtteil "Weißer Hirsch" findet. Die Antwort aus der Sowjetunion fällt positiv und eindeutig aus: Obwohl von Ardenne die Häuser nur auf Fotografien zu sehen bekommt, drängt er auf einen baldigen Kaufvertrag. Kurze Zeit später richtet er auf dem "Weißen Hirsch" sein Forschungsinstitut ein, in dem auch die Familie ein Zuhause findet.

  • 25. Jubiläum des Forschungsinstituts auf dem Weißen Hirsch

    Institut Manfred von Ardenne

    Manfred von Ardenne leitet seine gleichnamige Forschungseinrichtung von 1955 bis 1990, in der zeitweise etwa 500 Mitarbeiter beschäftigt werden. Diese erlangt als Ursprungsort bedeutender Innovationen einen internationalen Ruf.

    Den Schwerpunkt der Entwicklungsarbeiten bilden anfangs die Gebiete der Elektronen-, Ionen-, Kernphysik- und Übermikroskopie und später die Bereiche der medizinischen Elektronik und der biomedizinischen Grundlagenforschung. Das Institut betreibt dabei eine Forschung mit hoher Industrienähe. So werden industrielle Anlagen zum Schmelzen, Schneiden und Beschichten von unterschiedlichen Werkstoffen entwickelt, alle auf der Grundlage der von Manfred von Ardenne und seinen Mitarbeitern entwickelten Elektronen- und Ionenquellen.

  • Der Biochemiker Otto Warburg erhielt 1931 den Nobelpreis für Medizin

    Forschung auf dem Gebiet der Medizin

    In den 60er Jahren trifft sich von Ardenne mehrfach mit dem Nobelpreisträger Otto Warburg. Angeregt durch dessen Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des aeroben Gärungsstoffwechsels der Krebszellen wendet er sich einem völlig neuen Interessengebiet zu: Der Medizin und dabei speziell der Krebstherapie. Nach einer mehrjährigen Forschungsphase entwickelt der universale Wissenschaftler mit seinen Mitarbeitern die systemische Krebs-Mehrschritt-Therapie (sKMT), bei der die Krebszellen und Metastasen in einer bestimmten Schrittkombination und gegebenenfalls im Zusammenwirken mit einer Chemotherapie bekämpft werden: Grundlage dieser Therapie ist eine extreme Ganzkörperhyperthermie (Überwärmung), die mit einer gezielten Übersäuerung des Tumors und einer Sauerstoffzufuhr kombiniert wird. Manfred von Ardenne beschäftigt sich bis zum Ende seines Lebens mit der Krebsforschung.  

  • Elemente der SMT-Therapie

    Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT)

    Die ständigen Auseinandersetzungen mit der autoritären Staatspartei und das daraus resultierende unsichere Schicksal des Instituts fordern in den 70er Jahren ihren Tribut: Manfred von Ardenne wird plötzlich schwer bettlägerig bei uneingeschränkter Geistesfähigkeit. Die behandelnden Ärzte können keine organischen Ursachen feststellen und schätzen die Lebenserwartung auf zwei Jahre.
    Von Ardenne nimmt an, dass es sich bei seiner Erkrankung um einen "generalisierten Energiemangel" handelt und kommt auf die Idee, mehrmals täglich aus einer Sauerstoff-Druckgasflasche zu inhalieren. Durch seine Untersuchungen zum zellulären Energiestatus im Rahmen der systemischen Krebs-Mehrschritt-Therapie (sKMT) kennt er die Bedeutung des Sauerstoffs als Agens gegen Schwächezustände und behält Recht: Innerhalb weniger Tage erlangt er seine alte Lebensqualität zurück und entwickelt aus dieser Erfahrung heraus das heute weltweit bekannte und verbreitete Naturheilverfahren, die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT).

    Bis zur deutschen Wiedervereinigung kann der Wissenschaftler sein Forschungsinstitut, das in seiner privaten Form innerhalb der sozialistischen Staaten einzigartig ist, geschickt vor der Verstaatlichung bewahren und als Unternehmer im Sozialismus überleben.

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          • Einleitung
          • Elektronenstrahltechnologien
          • 1928-1945: Laboratorium für Elektronenphysik
          • Plasmaphysikalische Technologien
          • 1945-1955: Institut für industrielle Isotopentrennung
          • Vakuumbeschichtung
          • 1955-1990: Forschungsinstitut Manfred von Ardenne
          • Biomedizin
          • 1991 bis heute: VON ARDENNE
          • Meilensteine der Unternehmensgeschichte
        • Manfred von Ardenne
          • Einleitung
          • 1955-1990: Neue Heimat Dresden
          • 1907: Geburt und Herkunft
          • Der private Manfred von Ardenne
          • 1907-1928: Kindheit und Jugend
          • Manfred von Ardenne als Visionär
          • 1928-1945: Berliner Jahre
          • Erbe und Vermächtnis
          • 1945-1955: Das Forschungsinstitut bei Suchumi
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